Die Luther Frauen-Bibel. The Womens Audio Bible in German

Die Luther Frauen-Bibel. Lutherbibel (1912)Die Lutherbibel (Abk. LB) ist eine bersetzung des Alten und Neuen Testaments der Bibel aus der althebrischen, der aramischen bzw. der altgriechischen Sprache in die deutsche Sprache (Frhneuhochdeutsch). Die bersetzung wurde von Martin Luther unter Mitarbeit weiterer Theologen (insbesondere Philipp Melanchthons) angefertigt. Im September 1522 war eine erste Auflage des Neuen Testamentes fertig (daher auch die Bezeichnung Septembertestament), 1534 eine vollstndige Bibel.bersetzung des Neuen TestamentsEs wird in der evangelischen berlieferung sehr stark herausgestellt, dass Luther sich in diesen Wochen von der traditionellen lateinischen Vulgata radikal ab- und dem griechischen Urtext zugewandt habe. Dennoch ist der Einfluss der Vulgata stark sprbar in Luthers Neuem Testament. Die Lutherbibel reprsentiert so das Erbe der mittelalterlich-lateinischen Tradition im deutschen Sprachraum bis heute.So heit es in Phil 4,7: Vnd der friede Gottes / welcher hher ist / denn alle vernunfft / beware ewre hertzen vnd sinne in Christo Jhesu. Dieser sogenannte Kanzelsegen ist fr die evangelische Liturgie besonders wichtig. Selbst die aktuelle Revision der Lutherbibel von 1984 konserviert die Textgestalt der alten Vulgata Et pax Dei custodiat corda vestra (bewahre eure Herzen), whrend die Nova Vulgata nach dem griechischen Urtext korrigiert: custodiet corda vestra (wird eure Herzen bewahren).bersetzung des Alten TestamentsDas in kurzer Zeit und in einer persnlich hoch belastenden Situation von Luther bersetzte Septembertestament ist zwar die eigene Leistung des Reformators. Schaut man jedoch auf das dann in Wittenberg in Angriff genommene Alte Testament, so stellt sich die Lutherbibel auch als Gemeinschaftswerk dar; Luthers Sprachkompetenz war im Griechischen hher als im Hebrischen.Erste vereinheitlichte Revisionen der LutherbibelJahrhundertelang wurde die Bibel von den Druckern und Bibelgesellschaften nach eigenem Gutdnken modernisiert, so dass es Ende des 19. Jahrhunderts notwendig wurde, in Zukunft einen einheitlichen, revidierten Text zu verbreiten.Es ging dabei auch um die Rechtschreibung: Da die Bibel nach Luthers bersetzung als Schulbuch diente, sollte der Schler in ihr nichts lesen, was der Lehrer ihm beim Diktat als Fehler anstreichen wrde. In den Jahren 1861 und 1863 wurden daher Grundstze fr die Feststellung eines einheitlichen Bibeltextes vereinbart und zehn Theologen mit der Revision des Neuen Testaments beauftragt. 1867 wurde probeweise ein Neues Testament herausgegeben; das Neue Testament war 1870 endgltig fertiggestellt. Jedoch gab es erst 1883 eine Probebibel der Gesamtausgabe. 1892 wurde die erste kirchenamtliche Revision (Durchsicht) fr abgeschlossen erklrt, im Jahre 1912 die zweiteVor allem aber nderte sich die Textgrundlage. Luther bersetzte den sog. Textus Receptus, die seit der byzantinischen Zeit vereinheitlichte und weit verbreitete, schlielich von Erasmus von Rotterdam in Druck gegebene Textgestalt des Neuen Testaments (speziell die zweite Ausgabe des Novum Instrumentum omne). Die sog. Textkritik sammelt und bewertet demgegenber die vielen Papyrusfragmente aus lterer Zeit, die zum Teil einen anderen Text bieten. Die magebliche wissenschaftliche Textausgabe des Neuen Testaments, der Nestle-Aland, enthlt einen unter Bercksichtigung dieser Papyrusfragmente erstellten Mischtext, der so von keiner einzigen alten Handschrift bezeugt wird, jedoch mit grter Wahrscheinlichkeit den Urtext wiedergibt. Diese wissenschaftliche Textausgabe ist die Grundlage der wichtigen modernen Bibelbersetzungen, sowohl der Einheitsbersetzung als auch der Gute Nachricht Bibel, und liegt auch allen Revisionsstufen der Lutherbersetzungen nach 1912 zugrunde.
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